
Farbanatomie
Die exakte Wertungsfarbe für diese Flaggenfarben Karte.
- HEX
#EE1C25
- RGB
- 238, 28, 37
- HSB
- 357°, 88%, 93%
- HSL
- 357°, 86%, 52%
Nahe Farbtöne zum Vergleichen
#ED2E1C#ED1C43#ED3942#ED000C#C91821Warum diese Farbe zählt
Chinas Flagge besteht fast vollständig aus einer einzigen Farbe, deshalb ist diese Runde ein reiner Test für genau dieses Rot — und es ist tückischer, als es aussieht. Das eigentliche Wertungsrot, #EE1C25, ist leuchtend und liegt eine Spur auf der kühlen Seite des reinen Rots. Doch in der Erinnerung fast aller — und auf den meisten gedruckten wie digitalen Flaggen — kippt es in die andere Richtung, hin zu einem warmen, orangefarbenen Laternenrot. Ausgerechnet die Farbe, bei der man sich am sichersten ist, verzerrt das Gedächtnis ganz unmerklich.
Eine Flagge, entworfen auf einem Dachboden
Im Juli 1949 schrieb die neue Regierung einen Wettbewerb für eine Nationalflagge aus. Zeng Liansong, ein 32-Jähriger aus Shanghai, skizzierte seinen Entwurf in mehreren Nächten auf seinem Dachboden — einer von rund 2.992 Einsendungen. Seine Idee: ein großer goldener Stern für die Kommunistische Partei, umringt von vier kleineren für die Klassen des Volkes, alles auf revolutionär rotem Grund. Das Rot leistete gleich dreifache Arbeit — die Revolution, das Blut derer, die für sie starben, und die älteste Fest- und Glücksfarbe im chinesischen Leben.
Das Volk besteht aus der Arbeiterklasse, der Bauernschaft, dem städtischen Kleinbürgertum und der nationalen Bourgeoisie.
Mao Zedong, „Über die demokratische Diktatur des Volkes“, 1949 — die Quelle der vier Sterne
Nicht das Rot, nach dem man greift
Und hier der Kniff, den das Spiel ausnutzt. Jahrelang verwendete die meistkopierte digitale Version der Flagge #DE2910, ein Rot, das bei ausgesprochen warmen 7° liegt — mit Hang zum Orange. Das aktuelle Referenzrot, #EE1C25, ist das genaue Gegenteil: Bei 357° bleibt es knapp vor dem reinen Rot auf der kühlen, karmesinroten Seite. Der Reflex, die Flagge Richtung Zinnoberrot aufzuwärmen, ist also nicht nur ein Gedächtnisfehler — er steckt in den Flaggen, die die Menschen seit Jahrzehnten betrachten.
Ein Rot ohne Pantone
Das Wertungsziel ist #EE1C25 — HSB(357°, 88%, 93%): kräftig und leuchtend, hohe Sättigung, mit jener leichten kühlen Neigung (sein Blau überflügelt sein Grün ganz knapp). Streng genommen gibt es kein offizielles Farbmuster zum Abgleich — die nationale Norm GB 12983-2004 legt die Farbe der Flagge im Farbraum CIE 1964 unter Tageslicht D65 fest, nicht als Pantone-Farbe; der Hexwert, den wir alle verwenden, ist dem Referenzbild entnommen. Ziel ist ein sauberes, leuchtendes Rot — kein Orange und kein tiefes Bordeauxrot.
Warum die Sterne golden sind
Das Gold war ebenso eine Farbentscheidung wie ein Symbol. Auf rotem Grund wirkt Gelb heller und klarer, als Weiß es täte, sodass die Sterne zu glühen scheinen; offiziell sind es goldene Strahlen über einem roten Land. Auch die Geometrie trägt eine Botschaft — jeder kleine Stern neigt eine Spitze dem großen zu, sodass die Gruppe nach innen weist, ein Bild der Einheit. Und der Gestalter erfuhr erst durch einen Brief, dass er gewonnen hatte: Das Komitee hatte seinen Stern verschoben, einen ursprünglich enthaltenen Hammer und eine Sichel gestrichen und ihm eine Belohnung von 5.000.000 (alten) Yuan geschickt — etwa 500 Yuan nach der Währungsreform.
China-Rot vs. die Rottöne, die es nicht ist
#EE1C25Flaggenfeld Chinas (eine Spur kühl)#DE2910die ältere digitale Vorgabe — wärmer#FF2400Scharlachrot / Laternenrot — der warme Fehlgriff#BC002DJapan-Scheibe — dunkleres, tieferes KarmesinrotAuf einen Blick
- Ziel
#EE1C25· HSB 357°/88%/93% — leuchtendes Rot, eine Spur auf der kühlen Seite - Flaggedie Fünf-Sterne-Rote-Flagge; entworfen von Zeng Liansong, 1949; erstmals gehisst am 1. Oktober 1949
- Nichtwarmes Laternenorange (das ältere
#DE2910driftete ins Warme) — und auch kein Bordeauxrot - NormGB 12983-2004 legt sie im CIE-Farbraum (D65) fest, nicht in Pantone — kein einzelnes Farbmuster
- Wirkt wieRevolution · Festrot · neues China



