
Farbanatomie
Die exakte Wertungsfarbe für diese Flaggenfarben Karte.
- HEX
#AA151B
- RGB
- 170, 21, 27
- HSB
- 358°, 88%, 67%
- HSL
- 358°, 78%, 37%
Nahe Farbtöne zum Vergleichen
#AB2415#AB152E#AB292D#AB0006#871014Warum diese Farbe zählt
Spaniens Rot entstand als Mittel gegen Verwechslungen auf See, nicht als Symbol für Blut oder Sonne. Bei dieser Karte zählen beide äußeren Streifen: Eine einzige Farbwahl bestimmt den oberen wie den unteren. Weil den meisten nur „Rot-Gelb-Rot“ im Gedächtnis bleibt, denken sie unwillkürlich an ein helles Allerwelts-Flaggenrot. Der tatsächliche Zielton wirkt schwerer und dunkler, fast neutral, aber eben nicht ganz.
Als die weißen Flaggen einander glichen
Im 18. Jahrhundert führten viele Marinen bourbonischer Staaten überwiegend weiße Seeflaggen; aus großer Entfernung oder bei Flaute waren Kriegsschiffe deshalb schwer auseinanderzuhalten. Carlos III bat seinen Marineminister Antonio Valdés y Bazán um einen Ersatz. Valdés legte 12 Entwürfe vor; der König wählte zwei davon aus, änderte die Streifenbreiten und wies mit königlichem Erlass vom 28. Mai 1785 einen Entwurf den Kriegsschiffen, den anderen den Handelsschiffen zu. Ursprünglich ging es um Kontrast, nicht um Symbolik.
Die spanische Nationalflagge besteht aus drei waagerechten Streifen – rot, gelb und rot –, wobei jeder rote Streifen halb so breit ist wie der mittlere gelbe Streifen.
Spanische Verfassung, Artikel 4.1
Von der Seeflagge zur Nationalflagge
Das Muster von 1785 diente als Seekriegsflagge, noch nicht als allgemeine Nationalflagge. Zunächst verbreitete es sich in Festungen und Arsenalen der Marine, während des Spanischen Unabhängigkeitskriegs dann auch im Landesinneren; ein Erlass vom 13. Oktober 1843 legte das rot-gelbe Muster einheitlich für Heer, Marine und Nationalmiliz fest. Die verbreiteten Deutungen, Rot stehe für Blut und Gelb für Sonne oder Gold, kamen erst später auf. Weder die Verfassung noch der Erlass von 1785 schreiben den Streifen diese Bedeutungen zu.
35 Grad sind nicht 358 Grad
Das Königliche Dekret 441/1981 definiert rojo bandera im CIELAB-Farbraum mit H*=35.0°, C*=70.0 und L*=37.0; die Toleranz beträgt fünf CIELAB-Einheiten. Außerdem nennt es CIE-1931-Koordinaten für die Normlichtart C. Pantone-, RGB- oder Hexwerte enthält es nicht. Die gesetzlich festgelegten 35° und Toon Tones HSB-Wert von 358° widersprechen einander nicht: Es handelt sich um Winkel in unterschiedlichen Farbräumen, die nicht unmittelbar vergleichbar sind.
Der exakte digitale Rotton
In diesem Spiel lautet der digitale Zielwert #AA151B: RGB 170/21/27, HSB 358°/88%/67%. Da der Blauwert 27 den Grünwert 21 knapp übersteigt, liegt der Farbton zwei Grad auf der kühlen, karminroten Seite des reinen Rots. Schwieriger einzuschätzen ist die Helligkeit: Eine Helligkeit von 67% verleiht den Streifen ihre gedämpfte Tiefe. Entscheidend ist: Sättigung hochhalten, Helligkeit senken – aber nur so weit, dass das Rot weder weindunkel noch sichtbar magentastichig wird.
Spaniens Rot im Vergleich mit benachbarten warmen, kühlen und hellen Rottönen
#AA151Bäußere Streifen der spanischen Flagge#E2231ARot des Heinz-Etiketts#A51931äußere Streifen der thailändischen Flagge#C1272DFlaggenfeld MarokkosAuf einen Blick
- Zielwert
#AA151B· RGB 170/21/27 · HSB 358°/88%/67% - Amtlicher FarbtonRojo bandera · CIELAB H*=35.0°/C*=70.0/L*=37.0; kein gesetzlich festgelegter Hexwert
- Auf See entstanden12 Entwürfe; Carlos III wählte am 28. Mai 1785 einen davon zur besseren Erkennbarkeit aus
- Streifenverhältnis1:2:1 · jeder rote Streifen ist halb so breit wie der gelbe Streifen
- FarbwirkungErkennbarkeit auf See · feierlicher Ernst · verfassungsrechtliche Kontinuität



