
Farbanatomie
Die exakte Wertungsfarbe für diese Markenfarben Karte.
- HEX
#E2231A
- RGB
- 226, 35, 26
- HSB
- 3°, 88%, 89%
- HSL
- 3°, 79%, 49%
Nahe Farbtöne zum Vergleichen
#E3401B#E31B2C#E33F36#E30B00#BF1F17Warum diese Farbe zählt
Wer an Heinz denkt, gießt im Kopf den Ketchup direkt in den Farbwähler. Genau darin liegt die Falle. Bei dieser Karte zählt die rote Fläche des schlusssteinförmigen Etiketts, nicht die Sauce in der Flasche: Ketchup wirkt dunkler und bräunlicher und zeigt unregelmäßige Lichtreflexe, während das gedruckte Etikettenrot flächig, klar und auffällig bleibt. Wer sich am Lebensmittel orientiert, tippt meist zu dunkel; wer sich schlicht Tomatenrot vorstellt, gerät zu stark ins Orange.
Erst kam das Klarglas, dann der Ketchup
Der 25-jährige Henry J. Heinz begann 1869 unweit von Pittsburgh mit geriebenem Meerrettich nach dem Rezept seiner Mutter. Konkurrenten verbargen minderwertige Zutaten häufig in braunen Flaschen; Heinz verwendete Klarglas, um jene „Reinheit und Qualität“ des Produkts sichtbar zu machen, von der die eigene Unternehmensgeschichte spricht. Tomatenketchup folgte 1876 und kam in den USA zunächst unter der Bezeichnung Catsup in die Regale. Noch bevor Rot zum Erkennungszeichen wurde, gehörte Sichtbarkeit zum Markenversprechen.
Wer etwas Gewöhnliches außergewöhnlich gut macht, hat Erfolg.
H. J. Heinz
Siebenundfünfzig war nie die Zahl der Produkte
1896 verkaufte Heinz bereits mehr als 60 Produkte. Bei einer Bahnfahrt sah Henry eine Werbung für „21 Schuhmodelle“; deren Sprachrhythmus übertrug er auf 57 Varieties. Warum 57? Selbst das Unternehmen sagt, dass es niemand mit Sicherheit weiß; vielleicht galten fünf und sieben schlicht als Glückszahlen oder waren besonders einprägsam. Der Slogan überlebte gerade deshalb, weil sich eine bewusst gewählte Zahl leichter einprägte als der tatsächliche Umfang des Sortiments.
Auch der Schlussstein veränderte sich
The Henry Ford verwahrt ein Etikett von 1883 für Heinz's Keystone Ketchup; im Heinz History Center befindet sich ein Etikett aus dem Jahr 1895, das den Übergang vom Schlussstein zu einer Gurke als Logo dokumentiert. Diese Silhouette ist also historisch belegt, war jedoch kein unveränderliches viktorianisches Markenzeichen. Die Deutung als Pennsylvania-Verweis liegt nahe: Das Unternehmen wuchs rund um Pittsburgh im Keystone State. Die erhaltenen Etiketten belegen jedoch Wandel statt einer geradlinigen Entwicklung.
Der exakte Rotton
Toon Tones Zielwert ist #E2231A: RGB 226/35/26, HSB 3°/88%/89%. Mit 3° liegt der Farbton nur drei Grad von reinem Rot in Richtung Orange entfernt; dass der Grünwert 35 knapp über dem Blauwert 26 liegt, bestätigt die warme Tendenz. Die Sättigung ist hoch, aber nicht maximal, und eine Helligkeit von 89% lässt das Rot leuchten, ohne dass es in digitales Primärrot kippt. Wird der Ton dunkler, erinnert er an die Sauce; wird er orangefarbener, an Tomaten; wird er kühler, an Coca-Cola oder karminrotes Flaggenrot.
Heinz-Rot im Vergleich mit den Rottönen, die uns die Erinnerung unterschiebt
#E2231ARot des Heinz-Etiketts#AA151Bäußere Streifen der spanischen Flagge#E3000BLEGO-Rot#F40009rote Coca-Cola-ScheibeAuf einen Blick
- Zielwert
#E2231A· RGB 226/35/26 · HSB 3°/88%/89% - Ursprung1869 geriebener Meerrettich in Klarglas; Ketchup folgte 1876
- Nicht gemeintdie Sauce in der Flasche, die dunkler und bräunlicher wirkt
- Schlusssteinauf einem Etikett von 1883 für Heinz's Keystone Ketchup dokumentiert
- FarbwirkungAppetit · Sichtbarkeit · beruhigende Vertrautheit
Markenhinweis
Die im Markenfarben-Modus verwendeten Markennamen und Logos sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber. Dieser Modus ist ein unabhängiges, von Fans gemachtes Farbgedächtnisspiel und ist mit keiner gezeigten Marke verbunden, von ihr unterstützt oder gesponsert.



